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Kinderspielzeug

Fast jeder Erwachsene erinnert sich gerne an die Spielzeuge aus seiner Kindheit zurück. Sie geben ihm ein Gefühl der Geborgenheit und erinnern an die gute alte Zeit, als man sich noch voll auf das Spiel konzentrieren konnte und sich nicht mit den üblichen Problemen des Alltags herumschlagen musste.

Spielen ist für Kinder enorm wichtig. Es bereitet auf das spätere Leben vor, ist ein unterhaltsamer Zeitvertreib und kann darüber hinaus auch noch echte Lerneffekte beinhalten. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass das richtige Spielzeug ausgewählt wird. Und genau das ist nicht gerade einfach, denn der Markt hält heute eine riesige Auswahl unterschiedlicher Kinderspielzeuge bereit. Damit Sie sich in diesem Dschungel besser zurechtfinden, möchten wir Ihnen hier einen ersten Überblick geben.

Welche Spielzeuge sind für mein Kind geeignet?

Diese Frage kann nicht pauschal beantwortet werden. Es hängt immer davon ab, für was sich Ihr Kind interessiert, wie alt es ist und von vielen weiteren Faktoren. Besonders beliebt ist zum Beispiel bei Jungs elektronisches Spielzeug wie Spielkonsolen etc. Viele Eltern verteufeln dieses Spielzeug jedoch, weil sie der Meinung sind, dass hier keinerlei pädagogischer Effekt gegeben ist. So einfach sollte man dies allerdings nicht abtun. Es gibt durchaus auch für Spielekonsolen heutzutage sehr sinnvolle und pädagogisch wichtige Spiele, die Sie Ihrem Kind beruhigt kaufen können.

Auf der anderen Seite muss nicht jedes manuelle Spielzeug, das an die vermeintlich gute alte Zeit erinnert, pädagogisch wertvoll sein. Vielleicht erinnern Sie sich noch an die Spielzeugsoldaten, mit denen Sie in Ihrer Kindheit gespielt haben und die regelmäßig für einen Kleinkrieg im Kinderzimmer herhalten mussten. Auch diese kann man heute pädagogisch als durchaus bedenklich sehen. Bei Mädchen ist es die Barbiepuppe, die es zwar mittlerweile seit mehr als 50 Jahren im Handel gibt, die jedoch auch immer wieder von Eltern und Experten bemängelt wird. Sie soll Mädchen ein falsches Bild von Schönheit vermitteln und steht außerdem dafür, dass es in unserer Welt weitgehend auf die Äußerlichkeiten ankommt, nicht auf die inneren Werte.

Sie sehen: Kinderspielzeuge sind immer wieder Gegenstand heftiger Diskussion und rufen mitunter von allen Seiten Kritik hervor. Dabei ist es gar nicht so schwer, wirklich wertvolles Spielzeug für das eigene Kind zu finden. Allerdings müssen Sie sich dafür notwendigerweise etwas mit den Interessen des Kindes beschäftigen und die Spielzeuge bestmöglich darauf abstimmen.

 



Wo soll ich Kinderspielzeug kaufen?

Der stationäre Einzelhandel sowie das Internet bzw. der Versandhandel bieten heute eine riesige Auswahl verschiedenster Kinderspielzeuge an. Vom billigen Plastikspielzeug bis zum pädagogisch wertvollen, hochpreisigen Modell ist nahezu alles erhältlich, hinzu kommen vielfältige elektronische Spielzeuge wie z. B. Spielekonsolen, die im Kinderzimmer immer wichtiger werden. Bevor Sie Kinderspielzeuge blind kaufen, sollten Sie allerdings einige Punkte beachten. Diese haben wir hier für Sie zusammengefasst:

Achten Sie auf Qualität!

Es ist verlockend: Die sogenannten Ein-Euro-Märkte und unzählige Webseiten im Internet bieten heute Spielzeuge teilweise zu echten Schleuderpreisen an. Schon für wenige Euro bekommen Sie beispielsweise große Spielfahrzeuge aus Kunststoff, die viel teurer aussehen, als sie eigentlich sind. Das sollte man solche Spielzeuge wirklich kaufen? Experten raten davon in der Regel ab. Solche Billigspielzeuge werden in Entwicklungsländern bzw. im asiatischen Raum gefertigt und sind qualitativ und funktionell fast immer mangelhaft. Es werden hierfür billige Kunststoffe verwendet, die Lösemittel und andere Giftstoffe ausdünsten. Außerdem kommen Farben zum Einsatz, die ebenfalls gesundheitsschädlich für Ihr Kind sein können. Hinzu kommt, dass solche Spielzeuge auf ihre Sicherheit fast nie geprüft wurden. Das bedeutet: Scharfe Ecken und Kanten, verschluckbare Kleinteile usw. könnten das Kind gefährden. Wollen Sie das wirklich in Kauf nehmen, nur um ein paar Euro zu sparen?

Achten Sie auf ein Prüfsiegel

Zwar kann ein Prüfsiegel nicht garantieren, dass es sich hierbei um ein qualitativ hochwertiges und sicheres Spielzeug handelt, die Chance ist jedoch wesentlich größer als bei ungeprüftem Kinderspielzeug. Sie tun daher gut daran, Spielzeuge zu kaufen, die beispielsweise das „Geprüfte Sicherheit“ (GS) Siegel des Deutschen TÜV tragen. Solche Spielzeuge wurden zumindest teilweise auf Sicherheit und Funktionalität überprüft. Spielzeuge, die giftige Kunststoffe oder ebensolche Farben enthalten, erhalten ein solches Siegel nicht.

Prüfen Sie das gekaufte Spielzeug selbst

Ein Prüfsiegel ist schön und gut, doch Sie können ein Spielzeug auch selbst dahingehend kontrollieren, ob es sicher und für Ihr Kind geeignet ist. Nehmen Sie es in die Hand und untersuchen Sie die Flächen und Kanten. Hat der Hersteller die Grate und überstehenden Kunststoffteile sauber entfernt? Gerade solche Kleinigkeiten sind wichtig, um die Qualität eines Spielzeugs einschätzen zu können. Lesen Sie auch die Hinweise auf der Verpackung. Sind dort besondere Gefahren genannt, die von dem Spielzeug ausgehen?

Achten Sie auf Farbe und Geruch

Billige und minderwertige Kinderspielzeuge dünsten oft unangenehme Gerüche nach Lösemitteln etc. aus. Gleiches gilt hier für die verwendeten Farben. Generell gilt: Spielzeuge, die eine auf den ersten Blick giftig aussehende Farbe aufweisen, sind auch meist mit solchen Giften belastet. Da die meisten Farben nicht speichelfest sind, empfiehlt es sich, nur solche Spielzeuge zu erwerben, die auf eine Belastung mit Schadstoffen entsprechend geprüft sind. Andernfalls könnten schwere gesundheitliche Schäden entstehen, wenn das Kind die Spielzeuge immer wieder in den Mund nimmt.

Wurde das Spielzeug bereits getestet?

Kinderspielzeuge werden regelmäßig von Verbraucherschutzorganisationen wie Stiftung Warentest, Ökotest usw. auf Herz und Nieren geprüft. Obwohl die diesbezüglichen Testergebnisse teilweise recht umstritten sind, können sie dennoch als Anhaltspunkt für die Auswahl eines Kinderspielzeugs dienen. Achten Sie hierbei besonders auf die Punkte, die Ihnen bei einen Spielzeug am meisten am Herzen liegen. Tipp: Die entsprechenden Testergebnisse finden Sie übrigens nicht nur in den bekannten Zeitschriften der Verbraucherorganisationen, sondern auch im Internet. Hier können einzelne Tests gegen kleines Geld heruntergeladen werden, z. B. in Form eines PDF-Dokuments. Sie sparen damit also bares Geld und müssen wegen einem Test nicht gleich das ganze Heft kaufen.

Achten Sie auf die Meinungen anderer Verbraucher

Testberichte sind das eine, die Meinungen von Verbrauchern das andere. Idealerweise beziehen Sie beides mit in Ihre Überlegungen nach dem passenden Spielzeug ein. Das Internet macht es leicht, an solche echten Verbrauchermeinungen zu kommen. Es gibt spezielle Portale dafür (z. B. Ciao), aber auch bei großen Händlern wie Amazon können Käufer ihre Meinung über ein Produkt direkt beim entsprechenden Angebot abgeben. Orientieren Sie sich an Meinungen, die echt klingen – leider werden diese immer wieder zwecks besserer Positionierung des Produktes gefälscht. Meist findet man aber recht schnell heraus, was echt ist und was nicht.

Kaufen Sie nur altersgerechtes Spielzeug

Kinderspielzeug kann nur dann die gewünschte Wirkung erzielen, wenn es auf das Alter des Kindes abgestimmt ist. Beispiel Babyspielzeug: In den ersten Lebensmonaten und Jahren sollte die frühkindliche Entwicklung durch das richtige Spielzeug unterstützt werden. So steht bei Babys z. B. das Erlernen von grundlegenden motorischen und sinnlichen Fähigkeiten wie Greifen, Fühlen, Sehen oder Hören im Vordergrund. Genau dafür gibt es speziell entwickelte Spielzeuge, etwa Rasseln, Spieluhren, Mobiles oder Stofftiere.

Weiter geht es dann im Kleinkindalter, das in etwa ab dem zweiten Lebensjahr beginnt. Hier stehen Fähigkeiten wie das Laufen lernen im Vordergrund und sollten entsprechend unterstützt werden, beispielsweise durch Rutschfahrzeuge, Dreiräder oder Laufräder. Auch die Kreativität entwickelt sich in dieser Lebensphase sehr stark weiter. Unterstützend können hier Bauklötze, Knete sowie Stifte und andere Malutensilien eingesetzt werden.

Der nächste Entwicklungsschritt erfolgt in der Regel im Kindergartenalter, also ab etwa drei Jahren. Hier bilden sich die motorischen Fähigkeiten weiter aus, was natürlich auch nach neuem Spielzeug verlangt. Nun können so bekannte Spielzeuge wie LEGO oder Playmobil eingesetzt werden. Auch einfache Brettspiele, Puzzles und Musikinstrumente sind dazu geeignet, die motorischen Fähigkeiten des Kindes weiter zu fördern. Und draußen kann das Kind schließlich auf seinen ersten Fahrzeugen zeigen, was es kann – z. B. auf dem Fahrrad.

In der Schulkind-Zeit ist es dann mit den „Evergreen-Spielzeugen“ weitgehend vorbei. Plötzlich gibt es Modeerscheinungen, und natürlich muss auch Ihr Kind immer genau das Spielzeug haben, was es noch nicht zuhause im Regal hat. Solche typischen Kinderspielzeuge sind beispielsweise die bekannten Dinosaurierfiguren, vor einigen Jahren die Pokémons oder auch diverse Spielekonsolen, von denen immer wieder eine andere gerade angesagt ist. Bei Mädchen verhält es sich nicht großartig anders. Zwar sind die Barbiepuppen seit mittlerweile über 50 Jahren in fast jedem Kinderzimmer vertreten, hinzu kommen jedoch diverse andere Puppen und sonstiges In-Spielzeug, das je nach Mode immer wieder wechselt. Viele Eltern sträuben sich dagegen, ihren Kindern solche Spielzeuge zu kaufen, da sie bereits im Vorfeld wissen, dass diese nach einigen Wochen schon nicht mehr angesagt sein werden.

Unser Tipp: Seien Sie nicht zu hart mit Ihrem Kind! Vielleicht können Sie sich noch an Ihre eigene Kindheit erinnern, in der Sie auch immer das neueste Spielzeug haben wollten und darum mit Ihren Eltern kämpfen mussten. Natürlich muss das Kind lernen, auf Dinge zu verzichten bzw. den Wert von Spielzeugen zu schätzen, überhart sollten Sie hier aber nicht sein. Es fördert die Integration in die Gruppe mit anderen Kindern, wenn sich Ihr Kind über die neuesten Spielzeuge austauschen kann und auch etwas besitzt, was andere Kinder gerne hätten.

Ansonsten ist die Schulkind-Zeit die Zeit des großen Ausprobierens. Wundern Sie sich nicht, wenn Ihr Kind immer wieder neue Spielzeuge am liebsten hat. Außerdem sollten Sie es gutheißen, wenn es das Kind nach draußen zieht und es die neuesten Inlineskates, Skateboards etc. ausprobieren möchte. Leider geht der Trend heute dahin, dass Kinder immer mehr zu Hause vor ihren Spielekonsolen und Computern hängen und sich allenfalls noch virtuell mit ihren Freunden austauschen. Der körperlichen Entwicklung und der Fitness eines Kindes tut das überhaupt nicht gut. Sie sollten es daher fördern, wenn Ihr Kind den Drang nach draußen hat, zum Beispiel durch den Kauf dafür geeigneter Spielzeuge.

Kinderspielzeuge im Laden oder online kaufen?

Das Internet hat unser Kaufverhalten generell total verändert. Es gibt mittlerweile Waren, die werden zu mehr als 90 Prozent im Internet gekauft und kaum noch im stationären Handel. Beispiele dafür sind etwa Bücher, Musiktitel usw. Doch kann man auch Kinderspielzeuge beruhigt im Internet kaufen, oder sollte man diese lieber in einem Fachgeschäft erwerben?

Generell gilt: Natürlich sollten Sie etwas dafür tun, auch den stationären Einzelhandel aufrechtzuerhalten. Die Geschäfte haben es heute nicht einfach, gegen die übermächtige Konkurrenz aus dem Internet zu bestehen. Doch nicht von der Hand zu weisen ist ebenfalls, dass der Einzelhandel eklatante Nachteile gegenüber dem Kauf von Spielzeug im Internet aufweist. Zwar können Sie die Spielzeuge im Geschäft anfassen und ausprobieren, doch auch das meist nur in begrenztem Rahmen, da alles eingepackt ist und der Händler wohl nicht sehr begeistert wäre, wenn Sie jedes Spielzeug auspacken und entsprechend ausprobieren. Auf der anderen Seite können Spielzeuggeschäfte naturgemäß immer nur eine recht kleine Auswahl bieten. Hier sind Internetplattformen wie beispielsweise Amazon oder eBay klar im Vorteil. Eltern finden dort Millionen unterschiedlicher Artikel, die mit wenigen Klicks bestellt werden können. Kundenrezensionen erleichtern die Auswahl des passenden Spielzeugs, die meisten Angebote sind mit diversen Bildern versehen, wo das entsprechende Spielzeug auch ausgepackt von allen Seiten betrachtet werden kann.

Vieles spricht also für den Kauf von Kinderspielzeugen im Internet. Und tatsächlich: Auch die Preise sind meist günstiger als im stationären Einzelhandel, da Internethändler beispielsweise nicht die teuren Ladenmieten von Geschäften in Innenstadtlage oder in Einkaufszentren bezahlen müssen.

Bezüglich des Rückgaberechtes herrscht dann allerdings wieder Gleichstand. Bei einem Kauf im Ladengeschäft heben Sie einfach den Kassenzettel auf und können – zumindest bei großen Einkaufsketten – die Ware innerhalb von ein bis zwei Wochen ohne Probleme umtauschen, bzw. erhalten Ihr Geld zurück. Im Internet sind Händler ebenfalls dazu verpflichtet, ein Rückgaberecht anzubieten. Dies beträgt meistens 14 Tage, bei Plattformen wie eBay aber oft auch einen ganzen Monat. Dafür müssen Sie in diesem Fall den kleinen Aufwand in Kauf nehmen und das Produkt wieder entsprechend verpacken, um es mit der Post oder einem Paketdienst zum Händler zurückschicken zu können.

Fazit: Auswahl und Preise sprechen ganz klar für den Kauf von Kinderspielzeug im Internet. Doch auch der stationäre Einzelhandel hat seine Vorteile, die allerdings immer mehr und mehr untergehen. Auch wenn es hart klingt: Beim Einkauf von Kinderspielzeug im Internet genießen Sie vielerlei Vorteile – kein Wunder, dass inzwischen weit mehr Spielzeuge über das Netz verkauft werden als in den klassischen Einzelhandelsgeschäften.

Auf dieser Seite finden Sie ausschließlich Kinderspielzeuge, die pädagogisch wertvoll, funktional und dabei besonders sicher für Ihr Kind sind. Folgen Sie uns in diese faszinierende Welt und suchen Sie – vielleicht sogar zusammen mit Ihrem Kind – nach Herzenslust alles aus, was Ihnen gefällt. Wir wünschen viel Spaß!


Worauf ist beim Kauf von Kinderspielzeug zu achten?

Spielwaren begleiten unsere Kleinsten nahezu vom ersten Schrei an bis hin zum Schulalter. Rasseln und Plüschtiere gelten als beliebte Geschenke für Neugeborene und Babys im Krabbelalter. So richtig los geht der Spielzeug-Boom aber dann in der Kleinkindphase: Bauklötze, Duplo, Eisenbahnen, Puppen, Kuscheltiere & Co. finden sich in den Kinderzimmer-Regalen – schließlich will jeder seinem Nachwuchs etwas Gutes tun und ihm mit den Spielsachen eine Freude machen.

Doch für alle Eltern sollte gelten: Augen auf beim Spielzeugkauf! In den letzten Jahren wurde vermehrt von Testinstituten wie Stiftung Warentest berichtet, dass unser Kinderspielzeug teilweise nicht den Anforderungen an Sicherheit und Unbedenklichkeit in puncto Gesundheitsgefährdung entspricht. Grenzwerte werden mitunter weit überschritten.
Natürlich will niemand freiwillig Spielwaren erwerben, welche einem Giftcocktail gleichkommen und/oder ein erhebliches Sicherheitsrisiko für die Kleinen bedeuten. Aus diesem Grund sollten beim Kauf von Kinderspielzeug dringend einige Dinge beachtet werden.

Einige grundlegende Tipps für den Kauf von Kinderspielzeug

Ein eindeutiges Indiz für sicheres Spielzeug sind anerkannte Prüfsiegel, etwa „Öko-Test“, das TÜV-Siegel, die CE-Kennzeichnung und das „GS-Zeichen“ – diese Spielwaren wurden, bevor sie in die Verkaufsregale gelangten, sorgfältig auf Unbedenklichkeit überprüft. Zudem werden Hersteller, die ihre Produkte freiwillig untersuchen lassen und sich nachweislich an die gesetzlichen Vorgaben halten, mit diesen Siegeln ausgezeichnet. Darüber hinaus empfiehlt es sich, einschlägige Testergebnisse in den Broschüren bzw. online nachzulesen – die Stiftung Warentest beispielsweise nimmt regelmäßig Kinderspielzeug unter die Lupe.

Trotzdem sollten Sie beim Kauf auch Ihren eigenen Sinnen vertrauen. Zunächst sollten Sie das Spielzeug in die Hand nehmen und auf eckige oder scharfe Kanten untersuchen. Können sich leicht Kleinteile ablösen? Dann ist die Ware nicht für Kinder unter drei Jahren geeignet. Bitte halten Sie sich immer an die Angaben des Herstellers, ab welchem Alter die Spielware geeignet ist. Färbt das Material beim Kontakt mit Wasser oder Speichel ab? Dann sollte es ebenfalls nicht in Kinderhände geraten. Zweites Kriterium: der Geruchstest. Riecht das Kinderspielzeug auffällig unangenehm oder gar chemisch? Dies kann ein Hinweis auf die Verwendung von Schadstoffen sein; häufig werden bei der Herstellung auch Duftstoffe benutzt, die bei Babys und Kleinkindern Allergien auslösen können. Dann bitte die Finger von dieser Spielware lassen. Ein weiterer Tipp: Scheuen Sie sich nicht, das Spielzeug in den Mund zu nehmen. Hat es einen seltsamen, unnatürlichen Eigengeschmack, sollte man es ebenfalls lieber im Regal stehen lassen. Zu guter Letzt sollte noch der Hörtest zum Einsatz kommen, denn oft ist Spielzeug, das Töne und Geräusche von sich gibt, viel zu laut für empfindliche Kinderohren. Soll ein Kuscheltier im Einkaufskorb landen, achten Sie bitte darauf, dass das Material waschbar ist – eine Wäsche per Hand oder in der Waschmaschine sollte aus Hygienegründen regelmäßig erfolgen.

Geiz ist geil? Im Zusammenhang mit der Anschaffung von Kinderspielzeug sicherlich nicht, denn es gilt leider: Je billiger die Spielware, umso höher die Wahrscheinlichkeit, dass sie hohe Schadstoffkonzentrationen enthält. Das heißt jedoch im Umkehrschluss nicht, dass Markenware völlig unbedenklich gekauft werden kann. Auch bei Herstellern wie BRIO oder Eichhorn wurden erhöhte Werte in den angebotenen Spielsachen gemessen. Daher sollten Sie sich also bitte die Zeit nehmen und die entsprechenden Testberichte studieren.

Spielwaren aus Holz oder doch lieber aus Kunststoff?

Babys und Kleinkinder lieben knallbuntes Spielzeug aus Holz, seien es Bauklötze, eine Holzeisenbahn oder lustige Tierchen zum Hinterherziehen. Leider ist es gerade das Holzspielzeug, das oft bedenklich hohe Mengen an Schadstoffen enthält. Doch die Gifte stecken nicht im natürlichen Werkstoff Holz, sondern in den farbigen Lacken, mit denen das Holz behandelt wurde. Bei verleimten Holzspielzeug findet man immer wieder Lösungsmittel wie Formaldehyd, das als krebserregend gilt. Dieser Stoff wird zudem häufig in Spannholz verwendet, z.B. bei Puppenhäusern. Auf Nummer Sicher geht man daher, wenn man zu unbehandeltem, unlackiertem Holzspielzeug greift. Übrigens sollten Sie Spielware aus unbehandeltem Holz regelmäßig abwaschen, da sich die Keime, die durch den Speichel der Kinder auf das Spielzeug gelangen, sonst leicht vermehren können.

Kinder werden von Farben magisch angezogen, deshalb ist das Geschrei oft groß, wenn die schönen, bunten Klötze nicht im Einkaufskorb landen. Natürlich können Sie auch farbiges Spielzeug aus Holz kaufen – sehr zu empfehlen ist in diesem Zusammenhang der Spielwarenhersteller HABA; er garantiert, bei allen Rohstoffen inklusive der Lacke auf den Einsatz gesundheitsgefährdender Substanzen zu verzichten. Dafür müssen Sie zwar etwas tiefer in die Tasche greifen, doch das sollte Ihnen die Gesundheit Ihres Juniors Wert sein.

Plastikspielzeug ist besser als sein Ruf, doch leider gibt es auch hier Negativbeispiele. Produkte mit PVC enthalten oft große Mengen an Phthalaten (Weichmachern), die unter dem dringenden Verdacht stehen, Krebs auszulösen. Zum Glück gibt es aber immer mehr Spielwaren mit dem Hinweis „phthalat-frei“. Jedoch kann Spielzeug aus Plastik noch eine ganze weitere Palette an gesundheitsgefährdenden Stoffen aufweisen, etwa Schwermetalle wie Blei, Nickel, Chrom oder Organozinnverbindungen. Kaufen Sie daher bitte niemals billige No-Name-Produkte Made in China – bei dieser Ware werden überproportional häufig Schadstoffe gefunden. Auch bei Spielware aus Kunststoff gilt: Lieber die Produkte namhafter Hersteller kaufen: Lego (Duplo), Playmobil, Plantoys und Schleich können laut der Stiftung Warentest als seriöse Spielwarenproduzenten mit schadstofffreien Artikeln bezeichnet werden.

Kauf im Online-Shop oder doch lieber im Spielwarenladen um die Ecke?

Wie bereits beschrieben ist es durchaus sinnvoll, das Spielzeug vor dem Kauf mit Augen, Nase, Ohren und Händen zu prüfen. Dies ist im Online-Shop natürlich nicht möglich und spricht für den Gang in einen Spielwarenladen bzw. in die Spielzeugabteilung eines Kaufhauses. Möglicher Nachteil: Manchmal sind die Produkte im Einzelhandel etwas teurer als im Onlineversand. In bestimmten Fällen müssen Sie aber nicht auf den Einkauf des Kinderspielzeugs im Internet verzichten: Wenn Sie sich für eine bestimmte Markenware entschieden haben, etwa Holzspielzeug von HABA oder für eine Erweiterung der Duplo- oder Playmobil-Sammlung, dann können Sie diese Spielwaren bedenkenlos online bestellen.

Wollen Sie allerdings lieber in Ruhe stöbern und haben noch keine bestimmte Vorstellung von der Art des Spielzeugs und davon, welche Marke Sie kaufen wollen, dann ist dem Spielzeugladen um die Ecke der Vorzug zu geben, da Sie dort die Ware ausführlich untersuchen können und sich gegebenenfalls auch beim Einkauf beraten lassen können.

Ist die Anschaffung von gebrauchtem Kinderspielzeug sinnvoll?

Viele Eltern erwägen aus Kostengründen den Kauf von gebrauchtem Spielzeug. Das ist auch durchaus sinnvoll, denn robuste Spielwaren wie Bauklötze und Duplosteine weisen oft wenig Gebrauchtspuren auf und können noch lange für Spielfreude sorgen. Aus gutem Grund verkauft sich gebrauchte Markenware wie Lego oder Playmobil gewinnbringender als No-Name-Artikel, schließlich darf man in diesem Fall davon ausgehen, dass die Produkte schad-stofffrei sind. Für Billigware, ob neu oder gebraucht, gilt das leider nicht, daher hier beim Kauf bitte besonders vorsichtig sein.

Sehr häufig wird auch Outdoor-Spielzeug gebraucht gekauft, vor allem Fahrzeuge wie Bobbycars, Laufräder, Roller und Fahrräder sind beliebt. Da die Preise für neue Produkte oft hoch sind und sie von den Kinder gar nicht allzu lange genutzt werden, da der Nachwuchs einfach zu schnell groß wird (Paradebeispiel: Fahrrad), ist man mit gebrauchten Artikeln gut beraten. Hier gelten auch nicht so strenge Kriterien wie bei Spielzeug, das sich im Kinderzimmer befindet, und mit dem unter Einsatz von Mund und Händen intensiv gespielt wird. Ein Laufrad oder ein Roller eines weniger bekannten Herstellers können ebenso gute Dienste leisten. Genau hinsehen sollte man allerdings in puncto Sicherheit: Räder und Bremsen sollten bei der Gebrauchtware in einwandfreiem Zustand sein, auch darf keine Verletzungsgefahr durch abgebrochene, scharfkantige Teile etc. bestehen. Sind diese Ansprüche erfüllt, dann stellt gebrauchtes Kinderspielzeug eine hervorragende Alternative zur Neuware dar.


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